Berliner Morgenpost 06.09.2025 Berliner Morgenpost 06.09.2025 Berliner Morgenpost 06.09.2025 Berliner Morgenpost 06.09.2025

Ein abendlicher Blick auf das belebte Gelände der B.L.O.-Ateliers. Rechts sieht man ein längliches Gebäude mit beleuchteten Fenstern und einer Lichterkette, die sich entlang der Fassade spannt. Mehrere Personen sind auf dem Außenbereich unterwegs, einige Fahrräder stehen geparkt. Links im Vordergrund befindet sich eine große, dunkle Informationstafel mit weißer Schrift, die die verschiedenen Bereiche der Ateliers auflistet. Die Atmosphäre wirkt lebendig und einladend.

Berliner Morgenpost: Kampf für langfristigen Mietvertrag der B.L.O. Ateliers

In einem Artikel von Leonard Laurig in der Berliner Morgenpost wird über die vorläufige Wiedereröffnung der B.L.O.-Ateliers berichtet, die im Rahmen der Langen Nacht der Bilder stattfand. Die Künstlergemeinschaft, die das Gelände seit Ende April aufgrund einer Nutzungsuntersagung der Deutschen Bahn nicht betreten durfte, konnte einen Teil des Areals wieder zugänglich machen. Die Sperrung war wegen veralteter Elektrik verhängt worden.

Der Trägerverein Lockkunst e.V. hat die Elektrik in Eigenregie aufwendig erneuern lassen. Peter Tietz, Vorstandsmitglied des Vereins, erklärt, dass 95 Prozent der Elektrik nun komplett neu seien. Die Kosten dafür beliefen sich auf 80.000 Euro an Eigenmitteln und 100.000 Euro an Fördermitteln der Lotto-Stiftung.

Trotz dieses Erfolgs bleibt die langfristige Zukunft der Ateliers ungewiss. Der aktuelle Mietvertrag mit der Deutschen Bahn läuft im Mai 2027 aus. Weite Teile des Geländes sind weiterhin von der Nutzungsuntersagung betroffen; nur das Hauptgebäude darf wieder genutzt werden. Die Künstler geben sich mit dem befristeten Vertrag nicht zufrieden und kämpfen für eine dauerhafte Verlängerung, um das Gelände auch für zukünftige Generationen als Kunststandort zu sichern. Die Deutsche Bahn beharrt jedoch auf ihren eigenen Plänen für das Grundstück, die sie nach der Zwischennutzung realisieren möchte.

Während der Wiedereröffnung boten über 20 Künstler und Kollektive Einblicke in ihre Arbeit, von Malerei über Video bis hin zu Installationen. Es fanden zudem Workshops und Konzerte statt. Laut Tietz erhofft sich das Kollektiv, dass das starke Zeichen, das von der Veranstaltung ausgeht, die Politik und die Öffentlichkeit im Kampf um den Erhalt des Kunststandorts bestärkt.