HIER & JETZT: Connections / Filmscreening

Kurzfilmen von LOUISE FAROUX und NAJWA AHMED
Kuratiert von TIRDAD HASHEMI
Freier Eintritt in der Kantine der B.L.O. Ateliers

TakeMe2UrDreamz
11’11, 2019
„In einer nahen Zukunft, in der die digitale Unsterblichkeit kurz vor der Kommerzialisierung steht, ist der Prozess noch experimentell und teuer. Dies ist eine Reise durch die Irrfahrten einer Seele, die während ihres digitalen Übergangs in der Vorhölle festsitzt. Ihr Cloud-Speicher ist voll. Sie muss einige ihrer Erinnerungen löschen, um ihr friedliches Leben nach dem Tod zu erreichen.

Louise Fauroux (geb. 1998) lebt und arbeitet in Paris und Berlin. In ihren Arbeiten (Video, Skulptur, Installation, 3D) hinterfragt sie ethische Fragen zu künstlichen Intelligenzen und entschlüsselt Machtstrukturen durch Popkultur und Technologien.

ReadyMade Bodies
ist ein experimentelles, kurzes visuelles/akustisches Erlebnis, in dem uns die Filmemacherin auf eine Entdeckungsreise mit drei queeren Körpern mitnimmof colot, die sich an einem Schnittpunkt von Identität und Geografie befinden. Dabei versucht sie, Themen anzusprechen, die in den Mainstream-Sphären selten angesprochen werden, wie die zunehmende Kultur der Isolation und Entfremdung sogar von unseren eigenen Körpern, von Körpern, von denen wir erkennen, dass sie gesellschaftlich für uns entworfen wurden. In der sich ständig ausbreitenden Illusion, in der wir leben, sind Sie eingeladen, zu hinterfragen, was Sie in diesem Experiment sehen.

Najwa Ahmed ist eine palästinensische Schriftstellerin und Kunstschaffende, die in Berlin lebt. In ihrer Theaterarbeit „not mine and other stories“ mit den KAAI-Studios in Brüssel setzten sie sich mit Fragen der Vertreibung und des weißen Rettertums auseinander, während sie in „where do we land now?“ Mit TransfoCollect arbeiteten sie mit dem kollektiven Gedächtnis als Heimat für Menschen mit Flüchtlings-/Migrationshintergrund. In ihren Kurzfilmen wie „when we were already made“, „silence“ und „Zehra on the roof“ beschäftigten sie sich mit queerer Identitätspolitik und der Konsumkultur von Körpern. In ihrer Land Art beschäftigen sie sich mit der sich verändernden, aber verwurzelten Verbindung zwischen Natur und Mensch, die durch unser menschliches Ego, unsere Machtgier und Idiotie gefährdet ist.
Aber in ihren Texten und Performances wie „the watermelon resistance“, „how dance moves my gender euphoria“ geht Najwa einen persönlichen Schritt nach innen und überprüft die Vorbedingungen, die sie in Bezug auf ihre sexuelle Identität und Queerness durchlaufen hat, manchmal nur um zu reflektieren und manchmal um zu dekonstruieren.