
Wiedereröffnung der B.L.O. Ateliers
In einem Artikel von Dominik Lenze im Tagesspiegel vom 5. September 2025 wird über die Wiedereröffnung der B.L.O. Ateliers in Berlin-Lichtenberg berichtet. Die Ateliergemeinschaft, die sich auf einem ehemaligen Bahngelände am Nöldnerplatz befindet, hat die Genehmigung für die Wiedereröffnung erhalten und empfängt wieder Besucher, jedoch bleibt der Zugang zu den meisten Werkstätten weiterhin untersagt.
Die Deutsche Bahn (DB), die das Gelände besitzt, hatte den Zutritt zu den Gebäuden wegen veralteter Elektrik im vergangenen Sommer untersagt (Anmerkung: Das Verbot trat bereits im Frühjahr in Kraft). Der Verein Lockkunst hat in Eigenregie die Elektrik instand setzen lassen und so zumindest die Nutzung von zwei Gebäuden für die Feierlichkeiten am Wochenende ermöglicht. Dafür hat der Verein 80.000 Euro aus eigenen Mitteln und 100.000 Euro an Lottomitteln aufgebracht. Laut Christa Fülbier, Vorstandsmitglied von Lockkunst, war das Betretungsverbot für viele Kunstschaffende eine existenzgefährdende Lage.
Die Feier zur Wiedereröffnung fand am Wochenende statt und umfasste die Teilnahme an der Langen Nacht der Bilder am Freitag mit Ausstellungen von über 20 Künstlern und Künstlerinnen sowie eine Jazz-Bar. Am Samstag gab es ab 14 Uhr Workshops wie Graffiti, Siebdruck und Bogenschießen sowie ab 18 Uhr Live-Musik. Der Eintritt war gegen eine Spende möglich.
Der Artikel geht auch auf die langfristige Zukunft der Ateliers ein. Der Mietvertrag zwischen dem Verein und der Bahn, der im Juli des Vorjahres auslief, konnte im Frühjahr bis Mai 2027 verlängert werden. Langfristig ist der Standort der Ateliers aber nicht gesichert, da die DB das Gelände nach Ablauf des Vertrages für eigene Zwecke, insbesondere als Abstellfläche für Züge, nutzen möchte. Konkrete Details zur Aufhebung des Nutzungsverbots wollte die Pressestelle der Bahn nicht mitteilen, der Verein Lockkunst gibt an, dass noch Arbeiten an der Elektronik ausstehen. Die Mitglieder der Ateliergemeinschaft haben jedoch bereits einen großen Teil der Arbeiten, wie das Entfernen alter Kabel, selbst durchgeführt und wollen weiterhin für den Erhalt ihres Standortes kämpfen.