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„Wir wollen bleiben” – B.L.O.-Vorständin Sibylla Endres im radio3-Interview über die Zukunft des Geländes

Im Gespräch mit radio3 (rbb) am 3. August 2026 schilderte Sibylla Endres, seit diesem Frühjahr im Vorstand der B.L.O.-Ateliers, die angespannte Situation rund um den Mietvertrag mit der Deutschen Bahn. Nach zwei jeweils zehnjährigen Mietverträgen, die Ende 2024 ausliefen, hatte die Bahn dem Verein Lockkunst e.V. zunächst die weitere Nutzung der Gebäude untersagt – Grund war eine veraltete Elektroinstallation. Der Verein reagierte mit umfassender Eigenleistung: Mit einer Förderung der Lotto-Stiftung in Höhe von 100.000 Euro sowie 80.000 Euro Eigenmitteln wurde die gesamte Elektroinfrastruktur des Geländes ehrenamtlich erneuert – ein Prozess, den der Verein inzwischen erfolgreich abgeschlossen hat und der es ermöglicht, neue Mietverträge an die Nutzer:innen des Geländes auszugeben.

Trotz erfüllter Auflagen bleibt die Zukunft des Geländes jedoch ungewiss: Der aktuell laufende, auf zweieinhalb Jahre befristete Mietvertrag endet im Mai 2027, und laut Endres hat die Bahn signalisiert, keinen weiteren Vertrag ausstellen zu wollen. Der Verein setzt auf Dialog und politische Rückendeckung: Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schäfer (CDU) unterzeichnete gemeinsam mit dem Verein eine Absichtserklärung zur weiteren Entwicklung des Geländes. Zu den prominenten Unterstützer:innen zählen zudem der Musiker und Entertainer Romano, die Kabarettisten Kurt Krömer und Rainald Grebe. Für die kommenden Wochen sind eine Pressekonferenz (19. August) sowie die „Lange Nacht der Bilder” (4. September) geplant – beide Termine sollen auch dazu dienen, die Bahn erneut an einen runden Tisch zu holen.

Zum Nachhören: radio3 am Nachmittag, 03.08.2026

Quelle: radio3 (rbb), Interview mit Sibylla Endres, 03.08.2026