Veranstaltungen & Workshops im November 2022

THEATER DER DINGE 2022 - Spuren der Verunsicherung

06/11/2022 ⋅ 18:00
Objekt-Theater-Perofmance TJP STRASBOURG mit "Etwas Überflüssiges"   Die Kantine verwandelt sich zur Spielstätte im Rahmen des Theater-Festivals und beherbergt die Künstler:innen der französische Compagnie um Regiesseur und Puppenspieler Renaud Herbin, die dem Publikum eine ungewöhnliche Theatererfahrung eröffnen. Die Grenzen zwischen Publikum und Bühne existiert nicht, das Publikum ist eingeladen durch den Raum zu wandeln und durch einen faszinierenden Apparat aus Linsen und einer Puppe entspinnt sich ein Dialog, der das performative Potenzial von Licht und die archaischen Prinzipien der Optik erforscht, ein Tanz der Sinne beginnt. Es werden 3 Shows gezeigt, mit folgendem Beginn: 18:00 Uhr, 21:15 Uhr & 22:15 Uhr Tickets gibt es an der Abendkasse oder unter: https://schaubude.reservix.de/p/reservix/event/1998340     --- english version --- The Kantine becomes a venue for the theater festival and hosts the artists of the French company led by director and puppeteer Renaud Herbin, who open up an unusual theatrical experience for the audience. The boundaries between audience and stage don't exist, the audience is invited to wander through the space and through a fascinating apparatus of lenses and a puppet a dialogue unfolds that explores the performative potential of light and the archaic principles of optics, a dance of the senses begins. The artists are performing 3 shows, beginning as followed: 06:00 P.M., 09:15 P.M., 10:15 P.M. Tickets at the box office @ BLO Ateliers or https://schaubude.reservix.de/p/reservix/event/1998340        

HIER & JETZT: Connections / Filmscreening

19/11/2022 ⋅ 18:00
Kurzfilmen von LOUISE FAROUX und NAJWA AHMED Kuratiert von TIRDAD HASHEMI Freier Eintritt in der Kantine der B.L.O. Ateliers TakeMe2UrDreamz 11'11, 2019 "In einer nahen Zukunft, in der die digitale Unsterblichkeit kurz vor der Kommerzialisierung steht, ist der Prozess noch experimentell und teuer. Dies ist eine Reise durch die Irrfahrten einer Seele, die während ihres digitalen Übergangs in der Vorhölle festsitzt. Ihr Cloud-Speicher ist voll. Sie muss einige ihrer Erinnerungen löschen, um ihr friedliches Leben nach dem Tod zu erreichen. Louise Fauroux (geb. 1998) lebt und arbeitet in Paris und Berlin. In ihren Arbeiten (Video, Skulptur, Installation, 3D) hinterfragt sie ethische Fragen zu künstlichen Intelligenzen und entschlüsselt Machtstrukturen durch Popkultur und Technologien. ReadyMade Bodies ist ein experimentelles, kurzes visuelles/akustisches Erlebnis, in dem uns die Filmemacherin auf eine Entdeckungsreise mit drei queeren Körpern mitnimmof colot, die sich an einem Schnittpunkt von Identität und Geografie befinden. Dabei versucht sie, Themen anzusprechen, die in den Mainstream-Sphären selten angesprochen werden, wie die zunehmende Kultur der Isolation und Entfremdung sogar von unseren eigenen Körpern, von Körpern, von denen wir erkennen, dass sie gesellschaftlich für uns entworfen wurden. In der sich ständig ausbreitenden Illusion, in der wir leben, sind Sie eingeladen, zu hinterfragen, was Sie in diesem Experiment sehen. Najwa Ahmed ist eine palästinensische Schriftstellerin und Kunstschaffende, die in Berlin lebt. In ihrer Theaterarbeit "not mine and other stories" mit den KAAI-Studios in Brüssel setzten sie sich mit Fragen der Vertreibung und des weißen Rettertums auseinander, während sie in "where do we land now?" Mit TransfoCollect arbeiteten sie mit dem kollektiven Gedächtnis als Heimat für Menschen mit Flüchtlings-/Migrationshintergrund. In ihren Kurzfilmen wie "when we were already made", "silence" und "Zehra on the roof" beschäftigten sie sich mit queerer Identitätspolitik und der Konsumkultur von Körpern. In ihrer Land Art beschäftigen sie sich mit der sich verändernden, aber verwurzelten Verbindung zwischen Natur und Mensch, die durch unser menschliches Ego, unsere Machtgier und Idiotie gefährdet ist. Aber in ihren Texten und Performances wie "the watermelon resistance", "how dance moves my gender euphoria" geht Najwa einen persönlichen Schritt nach innen und überprüft die Vorbedingungen, die sie in Bezug auf ihre sexuelle Identität und Queerness durchlaufen hat, manchmal nur um zu reflektieren und manchmal um zu dekonstruieren.

HIER & JETZT: Connections / OPEN STUDIO

25/11/2022 ⋅ 18:30
Offenes Atelier und Künstlergespräch mit der Künstlerin RONAK MOSHTAGHI (IR) in Kooperation mit ERFAN ABOUTALEBI (IR) in den B.L.O.-Ateliers. Eintritt frei RONAK MOSHTAGHI verwendet oft eine bereits existierende Geschichte, z. B. die Erinnerung an historische Ereignisse, Bilder oder Archivmaterial, das in einem konstruierten Rahmen geschützt wird. Bei der Erkundung des Raums zwischen Geheimhaltung und Offenheit erscheint die Abstraktion als ein konzeptioneller Prozess in ihrem Werk. Sie gräbt, schneidet und entfernt Geschichte, nicht um sie zu enthüllen oder zu entdecken, sondern um Raum zu schaffen, indem sie sie hinzufügt und verkompliziert. Ronak hat mehrere performative und skulpturale Arbeiten in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit der Choreografin Roza Moshtaghi entwickelt. Im Jahr 2018 gründete sie zusammen mit Hedieh Ahmadi die BAZAR Art Book Platform in Teheran. Ronak wurde in Teheran geboren und studierte an der Universität für Kunst in Teheran und der Nationalen Kunstakademie in Oslo. Ihre Arbeiten wurden in lokalen und internationalen Ausstellungen ausgestellt, z. B. in der Kunsthalle Oslo, bei Louise Dany in Oslo, im Destiny's Atelier in Oslo und in den Mosaic Rooms in London. Ihr neuestes Projekt ist ein Kostüm/Installation für die Performance "BUD". Bud ist eine Tanzperformance von Roza Moshtaghi, die von der norwegischen Tanzkompanie Carte Blanche in Auftrag gegeben und im Mai auf dem Bergen International Festival 2022 aufgeführt wurde. ERFAN ABOUTALEBI verfolgt eine künstlerische Praxis, die sich unter anderem in Installationen, Zeichnungen, Texten und Videos artikuliert. Seine Werke entstehen als Antwort auf Fragen zu künstlerischen, diskursiven, sozialen und ökonomischen Bedingungen. In den Arbeiten werden sich verschiebende, kulturelle Bedeutungen zwischen Repräsentation bzw. Sichtbarkeit und dem Nicht-Sichtbaren, zwischen Sprache und nicht-sprachlichen Kommunikationsformen, zwischen (scheinbarem) Eintauchen und Offenlegung von Konstruiertheit verhandelt.ِ Er hat ausgestellt in: Museum für Fotografie Berlin; nGbK Berlin; Kasseler Dokfest, Kassel; große kunstschau Worpswede; und Carl Zeiss Großplanetarium Berlin,. Im Jahr 2021 erhielt er den Hauptpreis der Karl Hofer Gesellschaft.